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Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel erkundeten wir zunächst das Bangkoker Stadtviertel 'Silom', wo sich auch unser Hotel befand.
Das Essen an diesen Ständen (Garküchen) kann in der Regel unbedenklich verzehrt werden, da alle Zutaten frisch sind und jegliche Bakterien durch Hitze und Schärfe getötet werden.
Gegen 20 Uhr haben wir uns mit Lennarts altem Bekannten Paul getroffen, einem Engländer, der nun bereits seit einigen Jahren in Bangkok lebt. Er hat uns einen interessanten Einblick in die Nacht- und Rotlichtszene gewährt. Von normalen Tänzerinnen und Show-Darstellerinnen bis hin zu auffälligen Ladyboys, es war für jeden was dabei. Auf die Details möchte ich aber lieber nicht eingehen ;-).
Im Nachhinein haben wir es ein wenig bereut so lange unterwegs gewesen zu sein, weil es am nächsten Tag um 5 Uhr mit dem Veranstalter 'Lomprayah' von Bangkok auf die Insel Koh Tao ging. Ca. 6 Stunden Busfahrt und 1,5 Stunden (Schaukel-)Schiffsfahrt wären ohne die vorabendlichen Aktivitäten sicher erträglicher gewesen. So war es aber doch eine ganz schöne Quälerei und ich konnte immerhin froh sein, dass ich mich so ziemlich als einzige Passagierin an Bord nicht übergeben musste...
Kurz vor 17 Uhr erreichten wir schließlich das Büro der Tauchschule 'Roctopus Dive', bei der wir im Vorfeld einen dreitägigen Open Water Tauchkurs gebucht hatten. Nach Klärung der Formalitäten mussten wir direkt die ersten Theoriestunden absitzen, was uns aufgrund der langen Anreise nicht leicht fiel. Doch irgendwann konnten wir dann unser Bungalow am Sairee Beach beziehen und den Feierabend einläuten. Im Restaurant, wo wir zu Abend gegessen haben traf ich dann noch überraschenderweise Henri und DongJoo, die auch gerade ihr Auslandssemester an der Oita Universität in Japan absolvieren. Die Welt ist eben doch kleiner als man denkt. :-)
Am nächsten Tag hatten wir von 9 bis 12 Uhr erneut Theorieunterricht in der Tauchschule und nachmittags Praxisübungen im Pool. Dort fing alles relativ gut an. Das Atmen über die Sauerstoffflasche gestaltete sich unkomplizierter als gedacht und die wichtigsten Unterwasserhandzeichen waren schnell gelernt. Als es dann aber weiter ging in das tiefere Becken habe ich leider einen starken Krampf im Fuß bekommen (wahrscheinlich wegen der ungewohnten Flossenbewegungen und/oder Vitaminmangel), so dass ich nicht mehr mitmachen konnte. Da die Tauchübungen im Pool Pflicht sind bevor man ins Meer absteigen kann, boten mir die Tauchlehrer an sie am nächsten Tag nachzuholen. Allerdings hätte das in unseren ohnehin knappen Zeitplan auf Koh Tao nicht gepasst und da Lennart aufgrund einer vorherigen Erkältung auch so seine Probleme unter Wasser hatte, beschlossen wir den Tauchkurs an der Stelle abzubrechen und lieber noch die restlichen Tage auf Koh Tao zu relaxen.
Grundsätzlich kann ich es mir aber schon vorstellen irgendwann wieder einen neuen Tauchversuch zu starten. Die vielen Regeln, die schwere Ausrüstung, das ganze Vorher und Nachher sind nicht ohne, aber das Gefühl unter Wasser zu sein und dann vielleicht auch mal die Meereswelt zu entdecken gleichen das sicher aus. Insgesamt kann ich aber jedem, der mit dem Gedanken spielt einen Tauchkurs zu machen 'Roctopus Dive' auf Koh Tao empfehlen. Sympathische Leute und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ach ja und es wird sehr leckeres Essen in der Tauchschule serviert. :-)
Am 29. Dezember hatten wir dann endlich Zeit Koh Tao in Ruhe zu entdecken. Im Wesentlichen besteht die Insel aus einer ca. 4 km langen Strandpromenade, die sich von Mae Haad bis Sairee erstreckt und von Tauchschulen, Restaurants, Tattoo-Studios, Hotels und Geschäften gesäumt ist. Sehenswürdigkeiten gibt es keine, dafür muss man ständig wachsam sein und zur Seite gehen, um nicht von einem der 1.000 vorbeifahrenden Roller überfahren zu werden :-/
Wenn man nicht gerade ein Tiefseetaucher, Wassersportler oder Psy Trance Hippie ist, hat Koh Tao also nicht wirklich viel zu bieten. Die Strände waren zwar landschaftlich wunderschön, aber meist aufgrund von Flut nicht weitläufig zugänglich. Schwimmen gestaltet sich außerdem aufgrund der vielen Boote etwas schwer. Ich habe gelesen, dass es auf der östlichen Inselseite schönere Strände geben soll, wir haben diese aber nicht erkunden können.


Es hielten sich v.a. junge (tätowierte, in Unterhemden und Elefantenhosen bekleidete) Touristen auf der Insel auf und man traf auch ständig die selben Leute. Ich empfehle Koh Tao also nur eingeschränkt als Urlaubsziel weiter.
Koh Phangan - unser nächstes Ziel - hat uns persönlich wesentlich besser gefallen. Hier fanden wir den paradiesischen Strand auf den wir von Anfang an gehofft hatten. Zudem viel unberührte Natur, wilde Elefanten, Wasserfälle und das Gefühl ein wahres Inselabenteuer à la Robinson Crusoe zu erleben.
Unser Hotel befand sich im Nordwesten der Insel am Mae Haad Bay und war wirklich großartig. An Silvester wurde ein Galaabend mit einem reichhaltigen Buffet, Freigetränken und einer Showbühne direkt am Strand veranstaltet. Der einzige Wermutstropfen dieses fast perfekten Silvesterabends: als uns plötzlich ein Vogel direkt auf den Tisch kackte, mussten wir unter einer anderen Palme Platz nehmen. :-)
Das neue Jahr haben wir nach einem leckeren Frühstück mit einem schönen Spaziergang am Strand und einer Runde Schwimmen im Pool begonnen. Danach haben wir uns für 150 Baht (3,30 Euro) für 24 Stunden einen Roller gemietet mit dem wir zur Inselhauptstadt Thong Sala gedüst sind. Ich habe es mir natürlich wieder auf dem Rücksitz bequem gemacht, während Lennart richtig viel Spaß am Roller fahren hatte. Die Straßen waren zum Glück alle gut gepflastert und nicht stark befahren, so dass man keine großen Bedenken haben musste. Allerdings wehte uns öfters Sand ins Gesicht, so dass wir unbedingt eine Sonnenbrille aufsetzen mussten.
Thong Sala ist relativ touristisch aber auch verhältnismäßig ruhig. Wir haben typisch Thailändisch zu Mittag gegessen (Pad Thai & Massaman Curry) und ich kann mit Glück feststellen, dass ich scharfes Essen mittlerweile ganz gut vertrage.
Danach gab es wieder einen frischen Frucht-Shake für 40 Baht (90 Cent). Wir haben uns noch zwei Märkte angesehen und sind dann weitergefahren zum Phaeng Noi Wasserfall. Es gibt sehr viele Wasserfälle auf Koh Phangan und auch richtige Wanderwege, allerdings wollte ich mit meinen Flip Flops erstmal nicht durch den thailändischen Dschungel kraxeln.




Kurz vor 17 Uhr erreichten wir schließlich das Büro der Tauchschule 'Roctopus Dive', bei der wir im Vorfeld einen dreitägigen Open Water Tauchkurs gebucht hatten. Nach Klärung der Formalitäten mussten wir direkt die ersten Theoriestunden absitzen, was uns aufgrund der langen Anreise nicht leicht fiel. Doch irgendwann konnten wir dann unser Bungalow am Sairee Beach beziehen und den Feierabend einläuten. Im Restaurant, wo wir zu Abend gegessen haben traf ich dann noch überraschenderweise Henri und DongJoo, die auch gerade ihr Auslandssemester an der Oita Universität in Japan absolvieren. Die Welt ist eben doch kleiner als man denkt. :-)
Grundsätzlich kann ich es mir aber schon vorstellen irgendwann wieder einen neuen Tauchversuch zu starten. Die vielen Regeln, die schwere Ausrüstung, das ganze Vorher und Nachher sind nicht ohne, aber das Gefühl unter Wasser zu sein und dann vielleicht auch mal die Meereswelt zu entdecken gleichen das sicher aus. Insgesamt kann ich aber jedem, der mit dem Gedanken spielt einen Tauchkurs zu machen 'Roctopus Dive' auf Koh Tao empfehlen. Sympathische Leute und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ach ja und es wird sehr leckeres Essen in der Tauchschule serviert. :-)Wenn man nicht gerade ein Tiefseetaucher, Wassersportler oder Psy Trance Hippie ist, hat Koh Tao also nicht wirklich viel zu bieten. Die Strände waren zwar landschaftlich wunderschön, aber meist aufgrund von Flut nicht weitläufig zugänglich. Schwimmen gestaltet sich außerdem aufgrund der vielen Boote etwas schwer. Ich habe gelesen, dass es auf der östlichen Inselseite schönere Strände geben soll, wir haben diese aber nicht erkunden können.
Es hielten sich v.a. junge (tätowierte, in Unterhemden und Elefantenhosen bekleidete) Touristen auf der Insel auf und man traf auch ständig die selben Leute. Ich empfehle Koh Tao also nur eingeschränkt als Urlaubsziel weiter.
Koh Phangan - unser nächstes Ziel - hat uns persönlich wesentlich besser gefallen. Hier fanden wir den paradiesischen Strand auf den wir von Anfang an gehofft hatten. Zudem viel unberührte Natur, wilde Elefanten, Wasserfälle und das Gefühl ein wahres Inselabenteuer à la Robinson Crusoe zu erleben.
Thong Sala ist relativ touristisch aber auch verhältnismäßig ruhig. Wir haben typisch Thailändisch zu Mittag gegessen (Pad Thai & Massaman Curry) und ich kann mit Glück feststellen, dass ich scharfes Essen mittlerweile ganz gut vertrage.
Danach gab es wieder einen frischen Frucht-Shake für 40 Baht (90 Cent). Wir haben uns noch zwei Märkte angesehen und sind dann weitergefahren zum Phaeng Noi Wasserfall. Es gibt sehr viele Wasserfälle auf Koh Phangan und auch richtige Wanderwege, allerdings wollte ich mit meinen Flip Flops erstmal nicht durch den thailändischen Dschungel kraxeln.
Abends haben wir uns noch für 250 Baht (5,50 Euro) eine 60-minütige Massage in einem Strandpavillion gegönnt, die allerdings - typisch Thai - zwischendurch immer wieder sehr schmerzhaft und gewöhnungsbedürftig war. Sollte man trotzdem ausprobieren, wenn man in Thailand ist.
Am 3. Januar mussten wir uns leider schon wieder von unserem kleinen Inselparadies verabschieden und uns wieder auf die beschwerliche Reise zurück nach Bangkok machen. Da das Wetter innerhalb von wenigen Tagen auf Hochsommer umgeschwungen ist, war das Meer diesmal zum Glück sehr ruhig, so dass sich keiner an Bord über Seekrankheit beklagen musste. Dafür hat unser Bus zweimal gestreikt, so dass wir erst um 22 Uhr in Bangkok angekommen sind, statt wie geplant um 20:30 Uhr. Der Transfer zu den Inseln über Lomprayah ist nunmal günstig aber nicht wirklich zuverlässig. Ich würde daher beim nächsten Mal andere Alternativen im Vorfeld prüfen.
In Bangkok habe ich dann am nächsten Tag noch den Wat Pho mit seiner berühmten liegenden Buddhastatue besichtigt sowie die Gegend um die Khao San Road. Den Königspalast habe ich nur von außen gesehen, da sie den Eintrittspreis von (im Reiseführer angekündigten) 150 Baht auf 500 Baht erhöht hatten und es ohnehin stark überfüllt war.
Was hat mir nun an Thailand besonders gut gefallen?
Natürlich die Strände und die unzähligen Palmen, die immer für tolle Kulissen gesorgt haben. Definitiv auch das Essen und die Preise. Auch wenn uns zwar viele sagten, dass die Preise in den letzten Jahren stark gestiegen sind - sie sind immer noch sehr günstig im Vergleich zu Deutschland. Ich fand außerdem die vielen Convenient Stores praktisch, wie ich es auch hier aus Japan inzwischen gewohnt bin.
Was hat mir an Thailand nicht gefallen?
Allgemein Bangkok, weil die Stadt sehr laut, betriebsam und chaotisch ist und man lange nach einem ruhigen Plätzchen zum Verweilen suchen muss. Es gibt keine architektonischen Highlights (bis auf die Tempel und Paläste vielleicht), nur wenige moderne Gebäude bzw. Einkaufszentren. Das vorhandene S-Bahnnetz (Skytrain) ist zwar gut, müsste aber viel weiter ausgebaut werden. Sonst ist man zu sehr auf Taxi- und TukTuk-Fahrer angewiesen, die einen meist übers Ohr hauen wollen.
Dann habe ich mich ständig gewundert, warum man Thailand auch 'Das Land des Lächelns' nennt, weil die einzigen Thais, die gelächelt haben, die Frauen in den Bars waren, die auf Kundschaft gehofft haben. Hinzu kommt, dass das Englisch der meisten Thais schwer zu verstehen ist. Das kann manchmal wirklich nervtötend sein.
Es laufen überall Hunde und Katzen herum, auch in den Restaurants. Zwar machen diese oft einen gepflegten Eindruck und die Hunde gehen auch nicht auf Menschen los, aber trotzdem muss man nicht ständig Straßenhunde um sich herum haben, erst recht nicht beim Essen.
Die übertriebene Königsverehrung ist auch gewöhnungsbedürftig, wenn man aus einer demokratischen Bundesrepublik kommt, bei der man zum Glück nicht gezwungen ist tagtäglich ein und derselben Person zu huldigen und sie in den Himmel zu loben. Die Königsbilder hängen wirklich überall. Selbst auf den Geldscheinen: egal ob 20, 50, 100, 500 oder 1000 Baht, es ist überall das gleiche Bild des Königs aufgedruckt.
Für mich als Frau waren letztlich auch die 'Hocktoiletten' teilweise eine kleine Herausforderung, die man überall fand, sobald man abseits von Hotels und Touristenzentren war.
Fazit: Tolle Strände, leckeres Essen, gute Preise, aber am besten gleich auf eine einsame Insel fahren und gar nicht erst in Bangkok Halt machen :-)
