Das erste was mir auffiel waren die vielen von grünen Bäumen
gesäumten Steinbrücken über dem Fluss, die der Stadt ein sehr malerisches
Antlitz verleihen.
Die Innenstadt ist gerade am Wochenende sehr lebendig und die Shopping Arkaden sind geradezu überfüllt von Menschen. Wie ich inzwischen festgestellt habe scheinen Shopping Arkaden überall in Japan verbreitet zu sein, dafür gibt es eher weniger große Einkaufszentren und Malls wie man sie aus Deutschland bzw. den USA kennt.
An unserem ersten Morgen in Nagasaki haben wir zunächst den Tsukimachi Fischmarkt gesucht, der auf unserem Stadtplan eingezeichnet war, um dann festzustellen, dass es sich um eine normale Einkaufsstraße handelte in denen einzelne Fischgeschäfte situiert waren. Fischmärkte auf denen fangfrischer Fisch auf einfachen Ständen präsentiert und laut angepriesen wird, wie man sie aus den Mittelmeerländern kennt, scheinen in Japan eher eine Seltenheit zu sein. Ich bin gespannt, ob die Atmosphäre auf dem Fischmarkt in Tokyo (wo ich nächstes Wochenende hinfliege) anders sein wird.
Als Mittagessen gab es ein für Nagasaki traditionelles Gericht namens Champon, eine Suppe mit Nudeln, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten.
Nach dem Mittagessen sind wir mit der Tram zum Peace Park gefahren. Die Tram besteht nur aus einem einzelnen Waggon und die einfache Fahrt kostet immer gleichviel, egal wie weit man fährt. Das Bezahlen erfolgt auf typisch japanische Art und Weise mit einer Geldzählmaschine vorne beim Fahrer (auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in Japan werde ich in einem anderen Blogeintrag noch eingehen).
Weiter ging es zur katholischen Urakami Kathedrale, die wir uns aber nur von außen angesehen haben. Die Kirche wurde beim Atombombenabwurf fast vollständig zerstört und 1959 wieder aufgebaut. So richtig passte die Kirche nicht ins sonstige Landschaftsbild.
Der letzte Punkt auf unserem Tagesprogramm war Chinatown. Hier gab es hauptsächlich Restaurants und ein paar Souvenirgeschäfte. Insgesamt nicht besonders groß, aber gerade abends ganz nett beleuchtet.
An unserem zweiten Morgen in Nagasaki sind wir zum Hafen gelaufen. Dort sieht man viele Boote, viele Fische und viele Fischer :-). Außerdem noch eine schöne Restaurantpromenade und eine ganz große grüne Wiese, die gut besucht war von jungen Familien mit ihren Kindern.
Am Ende der Hafengegend gelangt man zum
Glover Garden, in dem sich das älteste im westlichen Stil gebaute Haus Japans
befindet. Dieses gehörte dem Schotten Thomas B. Glover, der viel zur
Entwicklung Nagasakis beigetragen hat. Zudem findet man hier die Ōura Kirche,
die als älteste römisch-katholische Kirche Japans gilt.
Für mich bot Nagasaki insgesamt einen schönen Kontrast zwischen Tradition und Moderne (uralte Tempel neben modernen Hochhäusern). Es ist wirklich beeindruckend zu sehen wie die Stadt in relativer kurzer Zeit in dieser Art und Weise wieder aufgebaut worden ist. Man erkennt definitiv auch den Einfluss von verschiedenen Kulturen. Hierzu sollte man wissen, dass während der vielen Jahren in denen sich Japan vom Rest der Welt isoliert hat, Nagasaki der einzige Hafen war in dem der Handel und dadurch auch der Austausch mit anderen, fremden Bevölkerungen (v.a. Chinesen und Holländer) erlaubt war. Manchmal erinnerte mich die Stadt aufgrund der vielen Hügel und der alten Trambahnen ein wenig an San Francisco :-). Ein Besuch lohnt sich!
Doch Fukuoka hat zum Glück nicht nur Konsum zu bieten, sondern auch viele schöne alte Tempel und Schreine. Die meisten befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Subway-Haltestelle Gion: Shōfuku-ji, Joten-ji und Tōchō-ji, in dem sich Japan’s größter Holzbuddha befindet, den ich total eindrucksvoll fand.
Montagmorgen haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum Ohori Park unternommen. Leider war es sehr kalt, so dass wir schnell wieder Rückzug ins Warme gesucht haben.
Montagnachmittag habe ich mich nochmal mit meinen Freundinnen Laura und Patricia getroffen und wir sind zusammen zum Fukuoka Tower gegangen. Der Turm ist insgesamt 234m hoch. Als Besucher kann man mit einem Glasaufzug auf die 360° Aussichtsplattform auf 123m Höhe hochfahren, wo man eine sehr schöne Aussicht auf Fukuoka erhält.
Genau wie
Nagasaki hat mir Fukuoka auch sehr gut gefallen, weil mir die Stadt ein weiteres
Bild von Japan eröffnet hat, was ich noch nicht kannte. Jede Stadt ist
irgendwie anders und hat unterschiedliche Sachen zu bieten. Im Falle von
Fukuoka ist es definitiv das Großstadtfeeling und die Shopping-Möglichkeiten.
Gut, dass Fukuoka nur zwei Stunden Zugfahrt von Ōita entfernt ist. Ich komme
wieder!
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