"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon."

Sonntag, 22. September 2013

Erster Tag in Hong Kong: Shoppen in Kowloon


Blick aus unserem Zimmerfenster
Am Donnerstagabend um 23 Uhr sind wir pünktlich in Hong Kong gelandet. Leider mussten wir fast eine Stunde auf unser Gepäck warten, aber dann ging es relativ schnell, da der Flughafen super an die Stadt angebunden ist. Mit dem Airport Express-Schnellzug (für 10 Euro) ist man in 24 min in „Central“ von wo aus wir für ca. 4 Euro einen Taxi zum Hotel genommen haben (5-10 min Fahrt). Unser Hotel ist in Wan Chai auf Hong Kong Island und heißt Harbourview. Zum Glück haben wir auch tatsächlich ein Zimmer zur Hafenseite auf dem 16. Stockwerk mit Hafenblick bekommen.


Wir haben dann erst mal ausgeschlafen und uns gegen 11 Uhr mit der Metro auf dem Weg ins Stadtteil Kowloon gemacht. Dort angekommen ist man zunächst überwältigt von dem lebhaften Geschehen auf den Straßen und den vielen Einkaufsmöglichkeiten.

 
Der Lebensmittelmarkt ist relativ klein
Wir sind direkt zum Markt in der Fa Yuen Street und zum Ladies' Market gelaufen und haben dann dort ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Wer nicht gut im Feilschen ist sollte definitiv nach China fahren, um das zu üben. Man bekommt fast alles für ein Drittel oder sogar ein Viertel von dem anfänglich vorgeschlagenen Preis. Oft handelt es sich eben wirklich um „China-Ware“, von der man als Europäer den Wert kennt. Für kleine Souvenirs und Modeschmuck ist der Markt sehr gut geeignet. Die Gucci & Co-Fälschungen fand ich nicht so gut, da findet man in Italien bessere. Auch gute Lederschuhe sucht man vergebens. Hier ist eben alles Plastik, Plastik, Plastik.

Nachdem wir die Gegend um Mong Kok weitestgehend erkundet hatten, haben wir uns eine ordentliche zweistündige Maniküre gegönnt, die uns 6,50 Euro gekostet hat. Die werde ich mir hier in Asien bestimmt noch öfters gönnen :-).

Beim Blick auf die Speisekarte ist man erst leicht überfordert


 
Anschließend bekamen wir Hunger und fanden ein gutes Restaurant, wo wir für eine große Portion Nudeln mit Beef Brisket und Gemüse 3,50 Euro bezahlt haben. Getränke zum Essen kosteten 90 Cent. Das sind mal gute Preise! Und es schmeckt auch wirklich immer alles frisch und lecker.





 

Gestärkt von der Mittagspause ging es dann weiter in eine Fischmarkthalle, wo es wirklich frischen Fisch gab. Das meiste ist noch in den Becken geschwommen und hat gezappelt. 


Etwas störend fand ich die ganzen Netzte voll mit lebendigen Fröschen. Zum Glück habe ich sie noch auf keiner Speisekarte entdeckt. Vielleicht ist das auch ein Geheimtipp…

Frische Frösche im Netz :-/
Danach waren wir noch auf dem Flower Market und auf dem Gold Fish Market. Man sieht doch immer wieder Sachen, die man noch nicht kennt. Interessante Pflanzen und Blumen, eine riesige Auswahl an Orchideen, verschiedenste Fische, Quallen, Schildkröten, usw.

Blumenmarkt
Zierfischmarkt
 
Als es dann dunkel wurde (hier gegen 19 Uhr) waren wir noch in einem unglaublich großen Einkaufszentrum namens Langham Place. Allein architektonisch schon sehenswert, aber auch die Geschäfte sind richtig cool. Für jeden etwas dabei.

Langham Place, 4. Stock
Langham Place, 12. Stock, nach unten fotografiert
Da meine Koffer aber ohnehin schon voll bepackt für das lange Semester sind, blieb es beim reinen Window Shopping. In einem Supermarkt haben wir uns dann noch eine gute Portion Sushi gekauft und den Abend gemütlich im Hotelzimmer ausklingen lassen.


Was ist mir sonst noch an meinem ersten Tag in Hong Kong aufgefallen?
  • Die Metro ist super modern und zuverlässig. Der Transfer von einer Linie auf die nächste ist sehr gut organisiert. Die Bezahlung mit der sog. „Octopus-Card“ (vergleichbar mit der engl. Oyster Card) ist sehr unkompliziert. Insgesamt sind die Fahrten viel günstiger als bei uns. 
  • Die Hong Kong Chinesen sind sehr modern (zumindest vom äußeren Erscheinungsbild) und sie sind uns nicht mit Neugier begegnet. Westlich aussehende Menschen scheinen eher selbstverständlich zu sein. Eigentlich ist es oft sogar umgekehrt, dass man uns gar nicht beachtet, z. B. wenn man ins Hotel reinkommt. Keine Dame an der Rezeption blickt auf uns um zu grüßen. Die Chinesen scheinen in dieser Hinsicht eher reserviert. Es bestätigt sich doch der Eindruck, dass die Chinesen gerne unter sich bleiben.
  • Je später die Uhrzeit, desto voller die Straßen. Angerempelt wird man aber nie.
  • Insgesamt ist alles viel sauberer und wohlriechender als ich es erwartet hatte. Ich habe auch niemanden schlürfen, rülpsen oder furzen hören :)   
  • Die Stadt macht einen sehr sicheren Eindruck.
  • Hong Kong ist cool!

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