Kaum habe ich
meinen (zugegebenermaßen gemeinen) Kommentar über das Wetter in Bali abgegeben,
schon scheinen sich so viele darüber aufgeregt zu haben, dass direkt am
nächsten Tag die ersten Regenschauer über uns erschienen. Na toll -.- Ok, bei
30 Grad lässt es sich auch unter einem bewölkten Himmel noch gut aushalten,
aber Pool und Strand waren somit nicht gerade angesagt. Gut, dass es in Bali so
viel anderes Sehenswertes gibt!
| Tuna Tatak Salad |
Gestärkt vom
Mittagessen sind wir zurück ins Stadtzentrum vom Kuta gelaufen, um von dort aus
mit dem Reiseveranstalter „Perama“ eine Tour nach Ulu Watu anzutreten.
| Ulu Watu |
| Affenfamily in Ulu Watu |
Ulu Watu
liegt an der Südwestspitze von Bali und ist für seinen Meerestempel Pura Luhur
Ulu Watu bekannt. Diesen haben wir jedoch nicht von innen gesehen. Stattdessen wollten
wir uns lieber die Aufführung eines traditionellen balinesischen Tanzes ansehen:
den Kecak Tanz (auch Affentanz genannt).
Aufgeführt wird
der Tanz von einer sehr großen Gruppe von Männern, die auf hypnotisierende Art
und Weise die ganze Zeit „kecak-kecak, cak-cak-cak“ singen. Sie bilden jedoch
nur den Hintergrund, denn im Vordergrund stehen einzelne reich geschmückte
Tänzer und Tänzerinnen. Der Tanz dient dazu eine alte hinduistische Legende (über
eine Liebesgeschichte, Priester und Dämonen usw.) darzustellen. Es ist also ein
Mix aus Ballett und Theater.
Wir fanden die ca.
1-stündige Aufführung definitiv bemerkenswert.
| Jimbaran Bay, Kedonganan Beach, Kuta |
Nach der
Aufführung wurden wir vom Fahrer unseres Tourfahrzeugs gefragt, ob wir
Interesse an einem Abendessen in Jimbaran Bay hätten. Da zwei andere Mitfahrer
dorthin wollten, haben wir spontan ja gesagt und waren dann umso erfreuter als
wir dort ankamen. In Jimbaran Bay steht ein Open-Air-Restaurant neben dem
anderen. Gegessen wird an einfachen Holztischen direkt am Strand. Wunderschöne
Atmosphäre. Zu essen gibt es alles, was frisch aus dem Meer kommt. Bezahlt wird
nach Kilogramm. Und wer will darf sich natürlich einen lebendigen Fisch direkt
vor Ort aussuchen, der dann entsprechend im Kochtopf landet. Da „Live Seafood“
aber doppelt so teuer war, entschieden wir uns für die bereits tote Variante
und aßen köstlichen Barrakuda (1,2 kg) und einen fast genauso großen Red
Snapper.
Perfekt
abgeschlossen wurde der Tag dann mit dem netten Gesang dieser balinesischen
Boygroup, die Lieder in allen Sprachen sangen. Auf die Frage hin, woher der
balinesische John Lennon denn so gut deutsch könne, antwortete der ganz lässig:
Youtube. :-)
Am Montag haben wir eine weitere Tour unternommen, die uns nach Ubud geführt hat (1,5 Std. Fahrt von Kuta). Ubud ist das kulturelle Herz bzw. das Kunstzentrum Balis und ist umgeben von großen Reisfeldern. Bereits die Fahrt nach Ubud führt einen über die „Straße der Handwerker“, wo man unzählige Werkstätten sieht in denen gemalt, geschnitzt, gehämmert, geschmiedet und gewebt wird. Entsprechend groß ist auch das Shopping-Angebot in Ubud. Für mich gab’s dort den ersten Sarong aus Seide, den ich ohnehin hier brauche, um die Tempel betreten zu können. In Deutschland zurück, kann ich das schöne Teil ja noch als Halstuch umfunktionieren.
Am Montag haben wir eine weitere Tour unternommen, die uns nach Ubud geführt hat (1,5 Std. Fahrt von Kuta). Ubud ist das kulturelle Herz bzw. das Kunstzentrum Balis und ist umgeben von großen Reisfeldern. Bereits die Fahrt nach Ubud führt einen über die „Straße der Handwerker“, wo man unzählige Werkstätten sieht in denen gemalt, geschnitzt, gehämmert, geschmiedet und gewebt wird. Entsprechend groß ist auch das Shopping-Angebot in Ubud. Für mich gab’s dort den ersten Sarong aus Seide, den ich ohnehin hier brauche, um die Tempel betreten zu können. In Deutschland zurück, kann ich das schöne Teil ja noch als Halstuch umfunktionieren.
Das Highlight
unseres Ubud-Besuchs war der Pura Taman Kemude Saraswati Tempel, der
wunderschön vor einem großen Lotusblütenteich gelegen ist.
| Blick auf den Tempel |
| Im Inneren des Tempels |
Es gab in Ubud,
wie auch sonst überall in Bali, aber noch unzählige weitere Tempel, die wir
nicht alle betreten haben.
| Ein typischer Hauseingang in Bali |
| Handwerksbetrieb in Ubud |
| Reisfelder in Ubud |
| Sunset Drink im Petani Restaurant, Ubud |
Abends ging‘s
dann wieder zurück nach Kuta, wo wir zwei weitere Touren für die nächsten Tage
gebucht haben.
So ging es heute
Morgen mit der nächsten Tour weiter von Kuta nach Sanur und von dort aus mit
dem Boot auf die Insel Nusa Lembongan.
In meinem Reiseführer stand, dass die
Insel ideal für Urlauber sei, die abseits vom Touristenrummel an einsamen
weißen Sandstränden Entspannung suchen. Einmal dort angekommen stimmte das
auch, ABER - die Fahrt dorthin war wirklich abenteuerlich! Wie kommt man bloß
auf die Idee mit einem kleinen Fischerboot über dem indischen Ozean zu fahren?
Es ging jedenfalls 90 Minuten auf und ab und auf und ab. Und als wir angekommen
sind, waren alle pitschnass von den Wellen die gegen das Boot schlugen. Sei’s drum.
Der „Dream Beach“ zu dem wir mittels Roller gefahren wurden, war wirklich
traumhaft. Aus diesem Grund allein würde ich definitiv nochmal dahin fahren.
Ansonsten ist Nusa Lembongan überhaupt nicht vergleichbar mit Bali, weil dort echt wenig los ist. Es werden verschiedene Wassersportaktivitäten angeboten wie Tauchen und Schnorcheln, aber sonst dient die Insel wirklich der Entspannung.
Zurück haben wir dann eine „Fast Cruise“ genommen, die statt 90 nur 30min zurück nach Sanur benötigt. Leider hat man den Wellengang in dem großen, schnellen Boot noch viel stärker gespürt als in dem kleinen, so dass die Rückfahrt eigentlich noch schlimmer war als die Hinfahrt :-) Gut, dass wir einen leeren Magen hatten, denn eine andere Frau im Schiff konnte ihr Essen nicht beibehalten…
Ich hoffe, das waren jetzt nicht zu viele Infos auf einmal, aber man erlebt hier wirklich viel. Ich kann jetzt schon sagen, dass eine Woche überhaupt nicht ausreichend ist, um die Insel richtig zu erkunden. Gut, dass wir noch zwei Tage haben bevor es zurück nach Hong Kong geht!
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